13.12.2022

Nachhaltige PP-Trinkbecher aus „smarter“ Turnkey-Anlage

Digitalisierung, Automation und Assistenzsysteme erleichtern die tägliche Arbeit in der Kunststoffverarbeitung. Als Praxisbeispiel dafür, was „smarte“ Turnkey-Anlagen – also schlüsselfertige Lösungen – leisten können, hat ARBURG eine komplexe Fertigungszelle konzipiert. Die vollautomatisierte Anlage fertigt PP-Trinkbecher und veredelt sie nachfolgend in einer integrierten Digitaldruck-Station. Jeder Becher lässt sich dank Data-Matrix-Code und R-Cycle zu 100 Prozent rückverfolgen und sortenrein trennen. Die Anwendung setzt in der Kunststoffverarbeitung neue Maßstäbe hinsichtlich Digitalisierung, Automation und Circular Economy.

Vernetzt und zu 100 Prozent rückverfolgbar

Das Herzstück der Turnkey-Anlage – eine IT-vernetzte ALLROUNDER 370 A Spritzgießmaschine – fertigt mit einem 1-fach-Heißkanalwerkzeug Trinkbecher aus PP. Die Handhabung übernimmt ein vertikales Robot-System (MULTILIFT V 20). Der Becher wird entnommen, zunächst einer Plasmabehandlung und danach einer Digitaldruck-Station zugeführt. Somit ist die Produktveredelung direkt in die Fertigungszelle integriert. Zusätzlich wird jeder Becher mit einem Data-Matrix-Code bedruckt, auf dem die recycling-relevanten Informationen für das Recycling hinterlegt sind. Die Endprodukte können damit nach der Nutzungsphase sortenrein in den Kreislauf zurückgeführt werden.

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Für eine standardisierte Vernetzung sind alle ARBURG-Spritzgießmaschinen serienmäßig mit einem IIoT-Gateway ausgestattet. Auf diese Weise können prozess-, qualitäts-, service- oder recycling-relevante Daten für übergeordnete Software-Tools und Plattformen bereitgestellt werden. Durch die Anbindung an eine Software, wie dem ARBURG Leitrechnersystem oder einem ERP, lassen sich Produktionsdaten in Echtzeit erfassen, analysieren und die Produktionseffizienz sowie Transparenz deutlich steigern.

Als R-Cycle Partner demonstriert ARBURG anhand des Praxisbeispiels Trinkbecher, wie recycling-relevante Informationen zu den verwendeten Inhaltsstoffen an die R-Cycle Plattform übermittelt werden. Jeder Becher erhält auf diese Weise einen digitalen Produktpass. Bereits während des Spritzgießens werden die Daten z. B. über Roh- und Farbstoffe übermittelt. Nach der Nutzungsphase können die Becher präzise sortiert und so hochwertiges Rezyklat rückgewonnen werden, um den Wertstoffkreislauf zu schließen.

Zu jedem Becher wird ein digitaler Produktpass im R-Cycle Standard generiert, der via Data-Matrix-Code abrufbar ist und so Rückverfolgbarkeit und sortenreine Trennung ermöglicht.

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